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Dr. Rainer Balzer fordert solides Bauen statt „klimaneutraler Traumtänzereien“


Stuttgart. Für das Michelberg-Gymnasiums in Geislingen war offenbar das Gute nicht gut genug. Ursprünglich auf 15 Millionen Euro kalkuliert, sind die Kosten für die Renovierung inzwischen auf 21 Millionen gestiegen. 6,5 Mio € kamen hierbei bereits jetzt schon vom Land. Und diese Summen genügen nicht, dann aufgrund der massiven Baumängel stehen Abriss und Neubau des Gebäudes im Raum.

Dr. Rainer Balzer, Bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg fordert: „Bevor nun die Kosten hierfür dem Baden-württembergischen Steuerzahler aufgebürdet werden, sollte vorher eine Fehleranalyse stattfinden. Auch Schulbauten müssen ökologischen UND ökonomischen Gesichtspunkten genügen. Der angebliche „Klimawandel“ ist kein Freifahrtschein für ökologisches Traumtänzertum.“

 

Das Bedürfnis als Umweltapostel dazustehen war offenbar größer als das Stadtsäckel

Offenbar war bei einigen das Bedürfnis danach, in Zeiten von Ökowahn und Klimawandel als Umweltapostel dazustehen größer als das Stadtsäckel. Der Umbau zur ökologischen Vorzeigeschule hat sich zur Fass ohne Boden entwickelt. Als «Ein Leuchtturm-Projekt, ein perfekter Ökobau mit beispielhafter Energiebilanz“, wurde das Gebäude von Direktor Heiner Sämann (63) noch im Jahr 2016 gepriesen: „große Räume, eine lichtdurchflutete Architektur, einer wunderbaren Bibliothek und modernster Technik in den Facharbeitsräumen. », schwärmte er damals.

Der Gemeinderat hatte, angespornt von der großen Zukunftsvision eines klimaneutralen Schulbaus, viel Geld für die ökologische Sanierung des alten Schulgebäudes bereitgestellt. In Zeiten des Klimawandels sollte das Michelberg-Gymnasium für mehrere Millionen zu einem Vorzeigeschulbau mit autarker Sonnenenergie-Versorgung umgebaut werden.

 

Offenbar wurden ökologische Ziele über das Gebot der Wirtschaftlichkeit

Doch dann wurden Wassereinlagerungen in Zwischenräumen des Glasdachs entdeckt, Hauptträger der Dachkonstruktion waren eingerissen. Diese hatten der Last der Solarkollektoren nicht standgehalten, die neue Energiegewinnung hatte sich als «überdimensioniert» erwiesen, zudem erzeugten die Sonnenkollektoren viel höhere Temperaturen als geplant, was zur Ausdehnung der Stahlträger führen musste. Nun sind aufgrund von Einsturzgefahr ganze Gebäudeteile gesperrt.

Die energiesparende Bauweise der Fassade mit Schichten von Glas und Holz sind ein Problem für den Brandschutz, da sie Löscharbeiten behindern können.

Aus einem Vorzeigebau wurde eine Bauruine. Dr. Rainer Balzer resümiert: „Alles dies wäre vermeidbar gewesen. Es wurde in Geislingen nicht zum ersten Mal ein Schulbau saniert. Doch wurden hier offenbar ökologische Ziele über das Gebot der Wirtschaftlichkeit gestellt. Dies sollte klar benannt und in Zukunft vermieden werden.“ 

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