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Ertüchtigung der Salierbrücke Unerwartete Schadstoffbelastungen & Aufhebung der Sperrung im Kreuz Speyer


Am Montag 21.01.2019 wurde die B 39 Rheinbrücke Speyer zwischen dem Lußhofknoten B 39 / L 722 und dem Knotenpunkt B 39/Industriestraße in Speyer für die Dauer von 26 Monaten vollgesperrt.

Nach der Sperrung der Salierbrücke haben die Arbeiten zu ihrer Ertüchtigung planmäßig begonnen.

Nicht nur die Umleitungsstrecke, die nun über die A 61 und die B 9 führt, bringt massive Probleme für die im Umkreis lebende Bevölkerung mit sich, da das Baden-Württemberg und Rheinlandpfalz verbindende Bauwerk täglich von circa 30 000 Fahrzeugen passiert wird.

Beim Rückbau des südlichen Geh- und Radweges kam es zu weiteren unangenehmen Erkenntnissen: Denn hierbei wurde eine unerwartet hohe Belastung des Kappenbetons vorgefunden. Es handelt sich um eine ungewöhnliche Konzentration an Polychlorierten Biphenylen (PCB), deren Verwendung in Deutschland bereits seit Jahrzehnten verboten ist. Dies muss jetzt bei den Rückbautechniken sowie der Entsorgung des Abbruchmaterials berücksichtigt werden. Aufgrund der Schadstoffbelastung lässt sich das vorgesehene Abbruchverfahren mittels Hochdruckwasserstrahlen nicht, wie geplant, durchführen. So werden in Zusammenarbeit mit den Umwelt- und Arbeitsschutzbehörden verschiedene Lösungen zu Rückbau und Entsorgung des betroffenen Betons untersucht, in deren Folge eine Filteranlage getestet werden soll, um das bei Hochdruckwasserstrahlen anfallende Wasser reinigen und das ursprünglich geplante Bauverfahren doch noch einsetzen zu können.

Es erfolgt derzeit ein Teilabbruch unter Vorschneiden und Herausheben größerer Betonstücke, um die Arbeiten nicht unterbrechen zu müssen. Ob die daraus resultierenden Zeitverluste, wie angestrebt, im Zuge der Gesamtmaßnahme kompensiert werden können, bleibt abzuwarten.

Eine kurzzeitige Einschränkung ergibt sich hinsichtlich der Nutzung des Pendlerparkplatzes, der nun asphaltiert werden soll; wobei die Arbeiten voraussichtlich halbseitig durchgeführt werden.

Zur Verkehrssituation: Die Sperrung der Fahrbeziehung von Ludwigshafen in Richtung Baden-Württemberg im Kreuz Speyer soll versuchsweise aufgehoben werden. Wohl hat sich gezeigt, dass viele aus Norden kommende Verkehrsteilnehmer an der Anschlussstelle Speyer-Nord von der B9 abfahren, um dann gleich in Fahrtrichtung Norden wieder auf die B 9 abzufahren. Den dabei im Berufsverkehr an der Überleitung von der B9 auf die A61 vermehrt auftretenden Rückstaus soll mit der Aufhebung der Sperrung im Kreuz Speyer – voraussichtlich ab 8. Februar 2019 – entgegengewirkt werden. Um eine flüssigere Verflechtung mit dem Verkehr auf der A61 zu erreichen, bittet das Regierungspräsidium Karlsruhe alle Verkehrsteilnehmer, den verlängerten Beschleunigungsstreifen im Bereich der Überleitung von der B9 auf die A61 zu nutzen und erst später auf die A61 zu wechseln.

Aus Schaden wird man klug.

Die AfD hatte von Anfang an eine Vollsperrung der Salierbrücke über einen Zeitraum von circa zwei Jahren mit der Umleitungsempfehlung über die vielbefahrene A61 vehement abgelehnt.

Die Forderung, eine Fahrspur während der zweijährigen Bauzeit geöffnet zu halten, wäre bei einer Verlängerung der Bauzeit um 6 Monate durchaus möglich gewesen und hätte die Bürger tatsächlich entlastet.

Die AfD setzt sich mit Nachdruck für diese Bürgerinteressen ein!

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